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Nach der Glaubensspaltung. Zur Zukunft des Christentums

Nach der Glaubensspaltung Zur Zukunft des Christentums

64Seiten

Seiten 1-64
  • ISBN: 978-3-451-02723-9
  • ISBN: 978-3-451-02726-0 (PDF)

Was der Rückblick auf 500 Jahre Reformation heute bedeutet, ist weiter unklar. Keinesfalls haben sich die Spannungen zwischen katholischer und evangelischer Kirche aufgelöst. Die Christenheit ist weiter zerstritten und die Kirchen verharren bisweilen in lähmender Selbstbeschäftigung.

Das umstrittene Jubiläum macht aber noch einen anderen Horizont auf: Wie steht es um die Zukunft des Christentums? Was bringen die nächsten 500 Jahre? Wie steht es heute um die evangelische Kirche? Inwiefern ist auch die katholische Kirche durch die Reformation geprägt? Welche Chancen ergeben sich aus dem Jubiläum für die Ökumene? Oder befinden wir uns bereits in einem postkonfessionellen Zeitalter, in dem diese Differenzen keine wesentliche Rolle mehr spielen? Welche neuen Konfliktlinien sind heute wichtig? Und was bedeutet das für die Zukunft des christlichen Glaubens?

Inhalt dieses Hefts

Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, in der Schlosskirche zu Wittenberg 1 Kommentar

freier Artikel:Das Reformationsjubiläum 2017: Hoffnungsvoll nach vorn gerichtet

Kann das Reformationsjubliäum ein Grund zum Feiern sein? Die Anfragen an das Reformationsjubiläum sind zahlreich. Klar ist aber auch: Im Jahr 2017 soll nicht deutschnational oder protestantisch-abgrenzend, sondern international und im ökumenischen Horizont gefeiert werden. Was aber heißt das im Einzelnen für die kommenden zwölf Monate? Von Margot Käßmann

S. 4 - 7
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Ökumene heute: Was jetzt getan werden muss

Der ökumenische Dialog zwischen den Kirchen ist in vollem Gange und hat einige Erfolge erzielt. Einzelfragen konnten geklärt werden. Auch das Verständnis von Ökumene in den einzelnen Gemeinschaften hat sich gewandelt. Angesichts des Reformationsjubiläums müssen sich die Kirchen heute aber vertieft fragen, was Ökumene als Auftrag eigentlich bedeutet und wohin die Reise gehen soll. Von Kurt Koch

S. 13 - 16
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Charismatische Bewegungen im 21. Jahrhundert: Evangelikale und die Reformation

Evangelikale und charismatische Bewegungen sind in ihren Erscheinungsformen vielfältig. Sie werden in Zukunft immer stärker das kirchliche Leben in Europa beeinflussen. Welche kirchlichen und biblischen Schwerpunkte setzen die Bewegungen? Wie heben sie sich von der reformatorisch-protestantischen Kirche ab? Welche Chancen und auch Gefahren bringen diese Bewegungen mit sich? Von Reinhard Hempelmann

S. 21 - 24
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Neutestamentliche Motivationen: Einheit als Ziel der Ökumene?

Man braucht aus katholischer Sicht 500 Jahre Reformation nicht zu bejubeln, um 2017 als eine gute Gelegenheit zu begrüßen: einerseits für eine Gewissenserforschung, für ein Schuldbekenntnis und für gute Vorsätze, andererseits für die Anerkennung der Lebensleistung, die in den evangelischen Kirchen erbracht wird. Wie aber kann neuer Schwung in die ökumenischen Beziehungen kommen? Von Thomas Söding

S. 25 - 28
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Zur Ethik der Kirchen: Der Glaube trennt, das Handeln eint – oder ist es heute umgekehrt?

Können die Kirchen in moralischen Fragen nicht mehr mit einer Stimme sprechen? Die Inszenierung der Konflikte einer solchen Frontstellung von evangelischer versus katholischer Ethik übersieht die zum Teil massiven Differenzen innerhalb der Kirchen selbst – sowohl in Deutschland als auch, oftmals noch schärfer, zwischen den Ortskirchen im Norden und im Süden. Von Gerhard Kruip

S. 33 - 35
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Eine evangelische Perspektive: Zukunft ethischer Urteilsbildung

Liegt die Trennlinie nicht mehr zwischen den beiden Konfessionen, sondern zwischen „Progressiven“ und „Konservativen“, die es jeweils auf beiden Seiten der Konfessionsgrenze gibt? Ist diese Konstellation für die Zukunft theologisch-ethischer Urteilsbildung und kirchlich-ethischen Engagements in der Zivilgesellschaft gar wichtiger als die Frage nach der konfessionellen Klarheit ethischer Positionen? Von Eva Harasta

S. 36 - 37
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Wie sich Christsein wandelt: Ankommen und Weiterziehen

Die vor einiger Zeit noch so virulente Figur des Konvertiten verblasst. Zugleich nimmt die neugierige, eher unverbindliche Spiritualität des Pilgers im Christentum an Bedeutung zu. Für die erschöpften Volkskirchen muss das kein Nachteil sein. Von Christian Heidrich

S. 48 - 52
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Über eine christliche Ästhetik des 21. Jahrhunderts: Das Christentum hat ein Darstellungsproblem

Als Welt-Religion, die in der Welt sein und die Welt durchdringen will, muss das Christentum sich öffentlich zeigen. Es muss seine Inhalte, seine Botschaft sichtbar im öffentlichen Raum darstellen. Doch viele traditionelle Formen des Sich-Zeigens haben sich, in beiden konfessionellen Traditionen, überlebt – und dies ist für jeden Unbeteiligten schon von weitem sichtbar. Von Johann Hinrich Claussen

S. 53 - 56
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Bilder konfessioneller Identität?: Gnade oder Untergang

Die Themen dieses Heftes spiegeln sich in der Kunst von heute. Diese würde dem Reformationsanliegen allerdings zutiefst zuwiderlaufen, würde man ihr jenes Potenzial entziehen, das der Reformator selbst angewendet hatte: die starke Kritik, die auch diese Bilder auszeichnet. Ein Durchblick. Von Johannes Rauchenberger

S. 61 - 64

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