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Gastkommentar : Keine Alternative. Beim Katholikentag hat eine Frage das ZdK mehr beschäftigt, als ihm lieb war

Alexander Gauland - Warum es richtig ist dass die AfD beim Katholikentag draußenblieb
AfD-Vize Gauland klagte das ZdK an, beim Katholikentag nicht eingeladen worden zu sein. ZdK-Vizepräsidentin Claudia Lücking-Michel hält mit einem Plädoyer für die Demokratie dagegen: „Die AfD muss inhaltlich entlarvt werden“. © Bild: KNA-Bild

Die AfD muss inhaltlich entlarvt und gestellt werden. Daran muss sich auch das ZdK beteiligen.

Für die Frage, warum die „Alternative für Deutschland“ nicht eingeladen wurde, gilt es vorab klarzustellen: Weder Bündnis 90/Die Grünen, die SPD oder die CDU wurden eingeladen. Und auch nicht die Konrad-Adenauer-Stiftung, Ver.di, die AOK, der Arbeitgeberverband oder die Zeugen Jehovas. F

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Quelle: Herder Korrespondenz 70. Jahrgang (2016), Heft 7, S. 6

Rubrik: Gesellschaftliche Trends

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ZdK & AfD – cui bono und quo vadis?

1. Beim Katholikentag hat eine Frage das ZdK mehr beschäftigt, als ihm lieb war: die Frage, warum die „Alternative für Deutschland“ nicht eingeladen wurde.
2. Die AfD muss inhaltlich entlarvt und gestellt werden. Daran muss sich auch das ZdK beteiligen.
3. Für eine Beteiligung im offiziellen Katholikentags-Programm werden nicht Parteien, Institutionen oder Verbände, sondern Gesprächspartner eingeladen.
4. Diese Debatten dürfen nicht nur, sie sollen geradezu kontrovers verlaufen.
5. Keine Position bleibt da ausgespart, kein politisches Thema und keine innerkirchliche Problemlage haben nicht ihren Platz im Programm – wenn sie denn die Menschen bewegen.
6. Menschen, die zum Katholikentag kommen, wollen dabei keine Parolen oder Zerrbilder hören, schon gar keine Schmähungen unseres Rechtsstaates oder unserer Demokratie, sondern sie fragen, was wir als Katholiken Konstruktives leisten können, um unsere Zukunftsfragen zu beantworten.
7. Die Vorbereitung einer solchen großen Veranstaltung benötigt einen langen Vorlauf.
8. Und doch wurden die aktuellen Fragen mit einem breiten Spektrum politischer Optionen ausführlich bearbeitet:
8.1 Wie gehen wir in unserem Land mit Flüchtlingen um?
8.2 Wie kommen wir zu einer nachhaltigen, sinnvollen europäischen Lösung?
8.3 Wie schaffen wir die große Aufgabe, unsere neuen Nachbarn bei uns zu integrieren, ihnen Zugänge zu unserer Sprache zu verschaffen, sie mit unserer Kultur vertraut zu machen, ihnen vorzuleben, welche Werte bei uns gelten und Respekt und Anerkennung für diese einzufordern?
8.4 Wie leben wir einen Dialog mit dem Islam?
8.5 Wie geht es gut weiter mit unserem Land?
9. Unsere Gesprächspartner kamen aus politischen Parteien, unterschiedlichen beruflichen oder biografischen Kontexten, brachten sehr unterschiedliche Sichtweisen mit.
10. Ein öffentlich bekannter Vertreter der „Alternative für Deutschland“ (AfD) war allerdings nicht dabei.
11. Weil wir niemanden innerhalb der AfD kennen, der konstruktiv und sachbezogen an der Lösung von Problemen mitarbeiten will.
12. Das ZdK mit seinen Vertretern und besonders der Präsident stellen sich der Diskussion und gehen keiner Auseinandersetzung aus dem Weg.
13. Die AfD muss inhaltlich entlarvt und gestellt werden, daran wollen wir uns als ZdK energisch beteiligen. Ignorieren wird hier nicht helfen.
14. Und dann wird die Radikalisierungsschraube weiter bewegt. Dieser schleichende Prozess ist schwierig zu erkennen und deshalb nicht leicht zu bekämpfen.
15. Daher muss man den von der AfD geplanten Weg zu Ende denken. Und dieses Ende kommunizieren.
16. Die Anhänger der AfD werden wir wahrlich nicht in Watte packen, wir werden mit ihren Vertretern streiten.
17. Auf dem Katholikentag aber wollten wir dumpfem Nationalismus keinen Raum bieten.
18. Die pauschale Diffamierung des Islam ist genauso wenig akzeptabel wie die Ablehnung zentraler christlicher Werte.
19. Minderheitenschutz und Religionsfreiheit sind nicht disponibel.
20. Denn die Debatten führen wir auf dem Boden des Grundgesetzes und, sagen wir es ganz klar: als Verteidiger unserer Demokratie!

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