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Inhalt dieses Hefts

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Leitartikel: Zwischen Islamismus und Islamophobie

Ob Pegida oder die Anschläge von Paris: In beiden Fällen spielt die Verunsicherung durch moderne Lebenswelten eine zentrale Rolle. Die Heimat, die man verloren glaubt, und nach der man sich sehnt, steht allerdings offenkundig immer wieder in der Gefahr, zu klein gedacht zu werden. Es ist dabei völlig unstrittig, dass man gewaltbereiten Extremisten gleich welcher Religion und Weltanschauung entschlossen gegenübertritt und im Rahmen der freiheitlichen Rechtsordnung alle Möglichkeiten ausschöpft. Wie die Balance zu halten ist, darüber muss immer wieder diskutiert werden. Ganz entscheidend ist dabei auch, dass die Muslime hierzulande in diese Diskussionen eingebunden werden und nicht nur über sie geredet wird.
Von Stefan Orth

S. 55 - 57
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Papst Franziskus: Die Kirche Asiens im Fokus

Papst Franziskus liegt die Kirche in Asien besonders am Herzen. Das zeigte sich erneut bei seiner Reise Mitte Januar nach Sri Lanka und auf die Philippinen. Aber auch die Ernennung von neuen Kardinälen ließ dies erkennen. Von Alexander Foitzik

S. 61 - 63
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Missbrauch: Kirche bilanziert Aufarbeitung

Fünf Jahre nach dem so genannten Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland wurden jetzt die Erfolge bei der Aufarbeitung sexueller Gewalt gewürdigt, aber auch die Desiderate benannt. Von Stefan Orth

S. 63 - 65
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Die Krise der Orden und Aufbrüche an verborgenen „Anders-Orten“: Die stillgelegten Propheten?

Das Ordensleben in Deutschland steht vor einem historischen Traditionsbruch. Teilweise schrumpfen die Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens nur noch auf einen Schatten ihrer selbst zusammen. Zugleich wird den Orden aber immer wieder auch von höchster Stelle eine Art „Reservefunktion“ für die Zukunft der Kirche zugeschrieben. Ein oft wirklichkeitsfremder Blick verstellt dabei die Sicht auf Lage und tatsächliche Möglichkeiten der Orden. Zum Auftakt des „Jahrs der Orden“, welches bis Februar 2016 dauert, ist daher eine genaue Analyse notwendig. Selbstlähmung und Dialogunfähigkeit sind dabei Probleme, die klar zu benennen sind. Von Ulrich Engel

S. 65 - 70
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freier Artikel:Ein Gespräch mit dem Medienethiker Alexander Filipović: „Als moralische Autorität eine größere Fallhöhe“

Das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und den säkularen Medien wird immer wieder von wechselseitigen Vorwürfen und Missverständnissen belastet. Woran dies liegt, was die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit effizienter machen könnte und welche Ausrichtung das kirchliche Medienengagement selbst künftig haben soll, darüber sprachen wir mit dem Münchner Medienethiker Alexander Filipović. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

S. 70 - 74
Reformideen aus der Tradition der Kirche: Frau Kardinal und die Macht der Geschichte 3 Kommentare

freier Artikel:Reformideen aus der Tradition der Kirche: Frau Kardinal und die Macht der Geschichte

Reform gehört zu den Strukturmerkmalen der katholischen Kirche. Sie kann jedoch nur in dem Rahmen, den die kirchliche Tradition absteckt, stattfinden. Daher ist es eine Hauptaufgabe der Kirchengeschichte, den ganzen Tisch der Tradition zu decken und angeblich ewigen Wahrheiten und Strukturen alternative Modelle gegenüberzustellen. So hatten Fürstäbtissinnen über Jahrhunderte bischöfliche Vollmachten, gleichzeitig amtierten Bischöfe ohne jede Weihe. Erst das Zweite Vatikanische Konzil hat alle Vollmacht in der Kirche an die Bischofsweihe gebunden. Die Option einer „Frau Kardinal“ ist damit unmöglich geworden. Von Hubert Wolf

S. 74 - 78
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Individualethische Anmerkungen zur Debatte um den assistierten Suizid: Erschöpfter Lebenswille?

Menschen, die Sterbende mit Suizidwunsch begleiten, haben es stets mit Einzelschicksalen zu tun. Ziel einer Begleitung ist es daher, dem Einzelnen dabei zu helfen, dass dieser einen Zugang zu sich selbst, zu seinen tragenden Sinn- und Werteinsichten finden kann. Damit wird möglich, den Lebensweg auf seine eigene, individuelle und unverwechselbare Art und Weise zu vollenden. Von Jochen Sautermeister

S. 78 - 83
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Zum Stand der Beziehungen zwischen katholischer Kirche und Judentum: Auf einem guten Weg

Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in vieler Hinsicht intensiviert und durchschlagend verbessert. Das schließt offene Fragen ein, belegt aber auch eine sich neu entwickelnde Kultur kritischer Auseinandersetzung, die das jüdisch-christliche Gespräch in der Gegenwart bestimmt. Auch bei den hochsensiblen Themen hat sie sich zuletzt als krisenfest erwiesen. Von Gregor Maria Hoff

S. 83 - 88
Eröffnung der Familiensynode im Oktober 2014 durch Papst Franziskus 0 Kommentare

Wie man in Afrika Ehe und Familie versteht: Im Zentrum steht die Gemeinschaft

Bei der Außerordentlichen Bischofssynode zum Thema Familie im Oktober letzten Jahres haben Äußerungen von afrikanischen Bischöfen für Irritationen gesorgt. In der afrikanischen Tradition wird die Ehe nicht als individuelle Angelegenheit verstanden, sondern diese bleibt stets bezogen auf die Gemeinschaft der Lebenden, der Verstorbenen und der Noch-nicht-Geborenen. Entsprechend stellt auch die Fruchtbarkeit der Ehe eine zentrale Dimension dar. Daraus erklärt sich ebenso das Verständnis von Homosexualität. Von Bénézet Bujo

S. 92 - 96
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Dem Glaubenszweifel theologisch auf der Spur: Not oder Segen

Der Glaube ist heute keine unhinterfragte Selbstverständlichkeit mehr, sondern nur noch im Modus permanenten Angefragtseins möglich. Dennoch bleibt der Zweifel neben den großen Themen der rationalen Glaubensverantwortung und der Auseinandersetzung mit dem Atheismus in aktuellen theologischen Debatten bisher ein eher randständiges Thema. Aber es lässt sich eine zunehmende Vielfalt von Positionen erkennen. Von Veronika Hoffmann

S. 96 - 100
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Eine Befragung im Kontext kirchlicher Ehe- und Familienberatung: Vergeben und verzeihen

In der täglichen Arbeit kirchlicher Ehe- und Familienberatungsstellen spielt das Thema Versöhnung eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund gab der Bundesverband der Katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberaterinnen und -berater eine umfassende empirische Untersuchung zum Thema Vergeben und Verzeihen in Auftrag. Erste Ergebnisse und ihre pastoraltheologische Deutung mahnen zu einer differenzierten Betrachtungsweise, gerade mit Blick auf einige Fragen der (Außer-)Ordentlichen Bischofssynoden zur Familie im vergangenen und in diesem Jahr. Von Peter Kohlgraf, Christoph Kröger, Erhard Scholl

S. 100 - 104
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Der Blick durch die Religionsbrille verzerrt politische Analysen: Geschichtsbuch statt Koran

Mit dem Begriff der „Kernschmelze“ hat der Journalist Martin Gehlen die Entwicklung des Islam und die politische Lage im Nahen und Mittleren Osten in der Herder Korrespondenz beschrieben (vgl. HK, November 2014, 586-590). Gegen diese Analyse wendet sich nun der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und engagierte Beobachter der Region, Ruprecht Polenz. Die Fokussierung auf die Religion verstelle den Blick auf die eigentlichen Ursachen für die Misere in der arabischen Welt und in Nordafrika. Von Ruprecht Polenz

S. 104 - 107

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