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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 12

Heft 12/2015

56Seiten

Seiten 609-664

Artikel aus diesem Heft

2 Kommentare

Leitartikel: Recht auf den eigenen Tod?

Der Bundestag hat am 6. November 2015 die gewerbsmäßige und wiederholte Beihilfe zum Suizid unter Strafe gestellt. Offen bleibt dabei die Frage, ob es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben gibt. Es ist darum verwunderlich, dass Kirchenvertreter das Gesetz uneingeschränkt begrüßen. Von Benjamin Leven

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Vorsichtige Modifikationen im Hinblick auf Ehe und Familie: Doing Gender im Vatikan

Die aktuelle katholische Ehelehre ist stark von Johannes Paul II. geprägt. Es war auch nicht zu erwarten, dass die Synodenväter sich einem modernen Freiheitsdenken oder gar kulturwissenschaftlichen oder humanwissenschaftlich-psychologischen Wissenswelten öffnen würden. Und dennoch lässt das Schlussdokument deutlich ein anderes Zugehen auf die realen Lebensverhältnisse erkennen. Von Magnus Striet

Elisabeth (Lisi) Maier 0 Kommentare

Ein Gespräch mit der BDKJ-Vorsitzenden Lisi Maier: „Mutig und frech sein“

Für Lisi Maier, die Vorsitzende des BDKJ, kann man in der Kirche nur etwas erreichen, wenn man in ihr mitgestaltet. Dieses Mitwirkungsbewusstsein möchte sie auch an die jungen Menschen in der katholischen Kirche weitergeben. Dafür dürfe man ruhig auch kritisch sein. Gerade Papst Franziskus habe der jugendlichen Kirche und den katholischen Verbänden wieder mehr Selbstbewusstsein gegeben. Die Fragen hat Volker Resing gestellt. Von Elisabeth Maier

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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 11

Heft 11/2015

56Seiten

Seiten 553-608

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Leitartikel: Es ist nicht wie vorher

Die Weltbischofssynode im Vatikan war mit hohen Erwartungen bedacht worden. Am Schluss steht bei einigen eine gewisse Enttäuschung, andere sind beruhigt. Doch die Bedeutung der Bischofsversammlung geht über das Thema von Ehe und Familie hinaus. Was das Selbstverständnis der Kirche angeht, gibt es deutliche Veränderungen. Von Volker Resing

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Religion unter Verdacht. Wohin entwickelt sich der Islam?

Religion unter VerdachtWohin entwickelt sich der Islam?

64Seiten

Seiten 1-64
  • ISBN: 978-3-451-02720-8

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Alle Artikel Herder Korrespondenz Spezial 2/2015
Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 10

Heft 10/2015

56Seiten

Seiten 497-552

Artikel aus diesem Heft

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Leitartikel: Gütiger Gott

Im unmittelbaren Vorfeld der Bischofssynode zu familienpastoralen Fragen hat Franziskus abermals mit Entscheidungen überrascht – die dann auch auf Kritik gestoßen sind. Was sagen sie aus über das Pontifikat dieses Papstes? Von Stefan Orth

Eröffnungsgottesdienst zur Familiensynode im Petersdom 0 Kommentare

Der neue kirchliche Eheprozess: Evolution oder Revolution?

Zwei Wochen vor der Bischofssynode, angesichts derer es große Erwartungen an Reformen gibt, hat Papst Franziskus bereits einen ersten Schritt getan. Er lässt die Ehenichtigkeitsverfahren vereinfachen und setzte damit viele Diskussionen in Gang. Ebnet die katholische Kirche damit einen Weg zur kirchlichen Scheidung? Von Klaus Lüdicke

Entwicklungsminister Gerd Müller 0 Kommentare

Ein Gespräch mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Die Flüchtlingsproblematik kann nicht in Deutschland gelöst werden“

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) benennt als Ursache für die Flüchtlingskrise vor allem dramatische Versäumnisse in der Unterstützung der Herkunftsländer. Im Balkan sieht er Fehlplanung und Korruption als Hauptübel. Für die Länder rund um Syrien hingegen müssten sofort Notprogramme aufgelegt werden, sonst würden sich weitere Millionen Menschen nach Europa aufmachen. Die Fragen stellte Volker Resing. Von Gerd Müller

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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 9

Heft 9/2015

56Seiten

Seiten 441-496

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Leitartikel: Versklavung ist nie freiwillig

Der Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution droht erneut durch Ideologie gelähmt zu werden. Dabei geht es um gravierende Menschenrechtsverletzungen, die nicht klammheimlich akzeptiert werden dürfen. Von Volker Resing

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Die Theologie sollte mehr Wissenschaftskommunikation betreiben: Religion in der Öffentlichkeit

Auch in einer pluralisierten Gesellschaft ist die zivilgesellschaftliche Bedeutung der Theologien nicht zu unterschätzen. Trotz starkem Wandel der Religionslandschaft und angesichts einer zurückgehenden Kirchenbindung ist das gesellschaftliche Bedürfnis nach fundierten Informationen über Religionen groß und ein Interesse an theologisch begründeten Grundhaltungen erkennbar. Zur Vermittlung dieser theologischen Expertise sollte mehr Wissenschaftskommunikation, auch aus interdisziplinärer Perspektive, betrieben werden. So lassen sich gesellschaftliche Debatten mitgestalten. Von Viola van Melis

Kulturwissenschaftler Jan Assmann im Gespräch 1 Kommentar

Ein Gespräch mit Jan Assmann über den Monotheismus: „Der Exodus-Mythos ist eine Liebesgeschichte“

In den Debatten über das Thema Religion und Gewalt spielten in den vergangenen Jahren die Thesen Jan Assmanns eine wichtige Rolle. Sie wurden auch in der Theologie rege diskutiert. Heute setzt der Ägyptologe und Religions- sowie Kulturtheoretiker neue Akzente. Wir sprachen mit ihm über sein jüngst erschienenes Buch „Exodus“ und die drei monotheistischen Religionen im Spannungsfeld von Friedensvisionen und Fanatismus. Die Fragen stellte Stefan Orth. Von Jan Assmann

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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 8

Heft 8/2015

56Seiten

Seiten 385-440

Artikel aus diesem Heft

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Leitartikel: Neue Chiffre Christusfest

Bis zum Beginn der Feierlichkeiten des Reformationsjubiläums 2017 ist es nicht mehr lange hin. Dabei sind noch längst nicht alle Fragen geklärt. Immerhin haben EKD und Deutsche Bischofskonferenz jetzt gemeinsam geplante Vorhaben bekannt gegeben, die eine stärkere ökumenische Akzentuierung mit sich bringen werden. Von Stefan Orth

Gottesdienst in Taize 0 Kommentare

Taizé im Jahr seiner Jubiläen: Zeitlose Gebundenheit

Frère Roger wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden, im August vor 75 Jahren hat er in Taizé im Burgund eine ökumenische Brüdergemeinschaft gegründet. Vor genau zehn Jahren schließlich wurde er Opfer eines Messerangriffs. Wo stehen die Gemeinschaft und die von ihr veranstalteten Jugendtreffen heute? Von Klaus Hamburger

Bischof Franz-Josef Bode 0 Kommentare

Interview mit Bischof Franz-Josef Bode über die Familiensynode: „Die Fixierung auf das Sexuelle überwinden“

Um der Wirklichkeit von Ehe und Familie gerecht zu werden, braucht es Veränderungen in der kirchlich-pastoralen Praxis. So dürfe der Ausschluss von Beichte und Eucharistie etwa für wiederverheiratete Geschiedene nicht allein schematisch durch die Sexualmoral bestimmt sein, erklärt Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode im Gespräch. Reformen seien nötig, ohne dass es zu einem „Dammbruch“ komme. Bode nimmt im Herbst an den Beratungen der Familiensynode in Rom teil. Die Fragen stellte Volker Resing. Von Franz-Josef Bode

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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 7

Heft 7/2015

56Seiten

Seiten 329-384

Artikel aus diesem Heft

2 Kommentare

Leitartikel: Eine stumme Ruferin

Die kirchliche Sexualmoral findet kaum noch Resonanz. Dabei wäre die Kernbotschaft notwendiger denn je. Es braucht eine selbstkritische Reflexion der eigenen Irrungen, um wieder Glaubwürdigkeit zu erlangen – auch für die Debatten um die sogenannte Homo-Ehe und die Gender-Theorien. Von Volker Resing

Die Enzyklika "Laudato si" wird bei einer Pressekonferenz im Vatikan vorgestellt. 2 Kommentare

Die neue Umwelt-Enzyklika des Papstes: Ein dramatischer Appell

Angesichts der länger schon angekündigten Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus gab es hohe Erwartungen. Das Schreiben, in dem Franziskus der Menschheit ins Gewissen redet, mehr Verantwortung für den Erhalt des Planeten Erde zu übernehmen, ist vielfach auf ein positives Echo gestoßen. In der Sache liegt dem Papst einerseits daran, an die bisherige Lehrtradition anzuschließen, andererseits ist er aber auch zur kirchlichen Selbstkritik in der Lage. Von Gerhard Kruip

0 Kommentare

Ein Gespräch mit dem DCV-Generalsekretär Georg Cremer: „Folgenlose Empörung nutzt den Armen nicht“

Die Sozialstaatsdebatte in Deutschland wird häufig von Lagerdenken und zugespitzten Argumenten geprägt. Über irreführende Skandalisierungen des Armutsproblems, übersehene Risikogruppen, die Vermeidung von Notlagen und die Aufgaben des Deutschen Caritasverbandes (DCV) sprachen wir mit dessen Generalsekretär, dem Volkswirtschaftler Georg Cremer. Die Fragen stellte Alexander Foitzik. Von Georg Cremer

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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 6

Heft 6/2015

56Seiten

Seiten 273-328

Artikel aus diesem Heft

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Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 5

Heft 5/2015

56Seiten

Seiten 217-272

Artikel aus diesem Heft

Eröffnung der Familiensynode im Oktober 2014 durch Papst Franziskus 2 Kommentare

Leitartikel: Die Stunde der Theologie

Zuletzt wurde verstärkt nach dem Beitrag der Theologie zu den aktuellen kirchlichen Debatten gerufen. Beim Großteil der strittigen Themen gibt es freilich kein Erkenntnisproblem. Das heißt jedoch nicht, dass das Thema damit erledigt wäre. Von Stefan Orth

Kirchliche Trauung eines jungen Paares im Breisgau 0 Kommentare

Zum Prinzip der Gradualität im Kontext der Familiensynode: Das Prozesshafte in der Lebensführung

Ein theologischer und auf der Außerordentlichen Synode im Oktober letzten Jahres kontrovers debattierter Vorschlag, den gelebten Lebenswirklichkeiten und dem praktischen Selbstverständnis von Menschen in moralischer und religiöser Hinsicht besser gerecht zu werden, basiert auf der theologischen Grundfigur der Gradualität. Mit ihr soll die Prozesshaftigkeit in der moralisch-religiösen Selbstbildung und Lebensführung in den Blick genommen werden. Von Jochen Sautermeister

Thomas de Maizière im Gespräch 0 Kommentare

Thomas de Maizière über Flüchtlinge, den Islam und seinen Glauben: „Als politisches Instrument taugt das Kirchenasyl nicht“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist in der Flüchtlingsdebatte auch mit vielen Engagierten aus den Kirchen in Konflikt geraten. Der CDU-Politiker plädiert deswegen dafür, eine ethische und eine rechtliche Betrachtung nicht zu vermischen. Deutschland könne nicht jeden aufnehmen, es müsse immer um Schutz vor Verfolgung gehen, so der Minister. Im Gespräch mit Volker Resing lobt der engagierte Protestant de Maizière aber die Streitkultur in seiner Kirche. Da fühle er sich gut aufgehoben. Von Thomas de Maizière

Alle Artikel Herder Korrespondenz 5/2015
Phänomen Franziskus: Das Papstamt im Wandel

Phänomen FranziskusDas Papstamt im Wandel

64Seiten

Seiten 1-64
  • ISBN: 978-3-451-02719-2
  • ISBN: 978-3-451-02806-9 (PDF)

Artikel aus diesem Heft

0 Kommentare

Editorial: Projektionsfläche Papst

Papst Franziskus weckt viele Hoffnungen auf Veränderungen in der Kirche und einen Aufbruch im Glauben. Es gibt auch Sorgen und auch Ablehnung. Welche Vorstellungen hat Franziskus, welche Theologie treibt ihn an und wie verändert sich das Papstamt in seinem Pontifikat? Danach wird gefragt. Dass man es sich mit Franziskus nicht zu einfach machen soll, dass er sich schlichten Zuschreibungen und Instrumentalisierungen verweigert, kann eine wichtige Erkenntnis der Auseinandersetzung sein.

Alle Artikel Herder Korrespondenz Spezial 1/2015
Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 4

Heft 4/2015

54Seiten

Seiten 163-216

Artikel aus diesem Heft

Online-Plattform kath.net in der Kritik 9 Kommentare

Leitartikel: Gegen die Polarisierung in der Kirche

Die Kirche leidet verschärft unter zunehmender Polarisierung und Grabenkämpfen. Ein halbes Jahr vor der ordentlichen Synode in Rom zu Fragen nach Familie und Sexualität ist das Suchen nach Antworten in einem Lagerdenken erstarrt. Eine respektvolle, öffentliche theologische Debatte in der Mitte der Kirche und damit ein kraftvolles Wirken in die Gesellschaft hinein fehlt weitgehend, stattdessen füllt ein Ressentiment geladenes Schubladendenken den inneren Diskurs in der Kirche – oder besser gesagt: das Ressentiment kleidet nur den Hohlraum aus, in dem Debatte eigentlich stattfinden müsste. Dabei spielen Internetforen oft die Rolle des Brandbeschleunigers. Für den Passauer Bischof Stefan Oster war das Grund Genug für einen Warnruf. Von Volker Resing

Kommentar: Märtyrer 0 Kommentare

Keine beliebige Ausweitung eines anspruchsvollen theologischen Begriffs: Wer ist ein Märtyrer?

Christen, die nicht wegen ihres Glaubens, sondern um ihres sozialen Einsatzes für die Armen willen getötet wurden, können als Märtyrer im vollen und eigentlichen Sinn des Wortes gelten. Ein Martyriumsbegriff, der nur auf die Inhalte des christlichen Glaubens oder das Zeugnis für Christus abstellt, erweist sich als zu eng. Der Selbstmordattentäter aber ist kein Märtyrer, selbst wenn er Opfer der von ihm entfesselten tödlichen Gewalt wird. Von Eberhard Schockenhoff

Ein Gespräch mit Generaloberin Edith-Maria Magar 2 Kommentare

Ein Gespräch mit Generaloberin Edith-Maria Magar: „Bereitschaft, Altes loszulassen“

Was bedeutet das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Orden“ ganz konkret für eine Ordensgemeinschaft? Wie lässt sich der nicht zuletzt wegen Überalterung und Nachwuchsmangel notwendige Umstrukturierungsprozess bewältigen, so dass das Vermächtnis der Ordensgründerinnen und -gründer erhalten bleibt und die Ordensgemeinschaften auch unter veränderten Bedingungen ihrer Sendung gerecht werden können? Darüber sprachen wir mit Schwester Edith-Maria Magar, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Die Fragen stellte Alexander Foitzik Von Edith-Maria Magar

Alle Artikel Herder Korrespondenz 4/2015
Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 3

Heft 3/2015

54Seiten

Seiten 109-162

Artikel aus diesem Heft

Leitartikel: Vom Preis der Freiheit 0 Kommentare

Leitartikel: Vom Preis der Freiheit

Herausgefordert durch den islamistisch motivierten Terror geraten nicht nur das Grundrecht auf Sicherheit und das auf Freiheit in ein prekäres Verhältnis, sondern ebenso die beiden Grundrechte der Meinungsfreiheit und der Religionsfreiheit. Ist ein bleibendes Sicherheits-Restrisiko der Preis für die Freiheit, den wir eben zu zahlen bereit sein müssen? Und haben Gläubige auch pure Verunglimpfungen etwa durch Medien- oder Kunstschaffende zu ertragen? Von Alexander Foitzik

Ein Gespräch mit dem Theologen Abdel-Hakim Ourghi über Islam und Terrorismus: „Sich dem unangenehmen Thema stellen“ 7 Kommentare

Ein Gespräch mit dem Theologen Abdel-Hakim Ourghi über Islam und Terrorismus: „Sich dem unangenehmen Thema stellen“

Durch die Terroranschläge von Paris ist die Debatte über das Thema Religion und Gewalt, besonders mit Blick auf den Islam zusätzlich angeheizt worden. Wie können der Islam, die muslimischen Verbände und die islamische Theologie dem offensichtlichen Gewaltpotenzial dieser Religion besser begegnen? Darüber sprachen wir mit dem muslimischen Theologen Abdel-Hakim Ourghi, der den Fachbereich Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg leitet. Die Fragen stellte Stefan Orth. Von Abdel-Hakim Ourghi

Alle Artikel Herder Korrespondenz 3/2015
Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 2

Heft 2/2015

54Seiten

Seiten 55-108

Artikel aus diesem Heft

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Leitartikel: Zwischen Islamismus und Islamophobie

Ob Pegida oder die Anschläge von Paris: In beiden Fällen spielt die Verunsicherung durch moderne Lebenswelten eine zentrale Rolle. Die Heimat, die man verloren glaubt, und nach der man sich sehnt, steht allerdings offenkundig immer wieder in der Gefahr, zu klein gedacht zu werden. Es ist dabei völlig unstrittig, dass man gewaltbereiten Extremisten gleich welcher Religion und Weltanschauung entschlossen gegenübertritt und im Rahmen der freiheitlichen Rechtsordnung alle Möglichkeiten ausschöpft. Wie die Balance zu halten ist, darüber muss immer wieder diskutiert werden. Ganz entscheidend ist dabei auch, dass die Muslime hierzulande in diese Diskussionen eingebunden werden und nicht nur über sie geredet wird.
Von Stefan Orth

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Die Krise der Orden und Aufbrüche an verborgenen „Anders-Orten“: Die stillgelegten Propheten?

Das Ordensleben in Deutschland steht vor einem historischen Traditionsbruch. Teilweise schrumpfen die Gemeinschaften des gottgeweihten Lebens nur noch auf einen Schatten ihrer selbst zusammen. Zugleich wird den Orden aber immer wieder auch von höchster Stelle eine Art „Reservefunktion“ für die Zukunft der Kirche zugeschrieben. Ein oft wirklichkeitsfremder Blick verstellt dabei die Sicht auf Lage und tatsächliche Möglichkeiten der Orden. Zum Auftakt des „Jahrs der Orden“, welches bis Februar 2016 dauert, ist daher eine genaue Analyse notwendig. Selbstlähmung und Dialogunfähigkeit sind dabei Probleme, die klar zu benennen sind. Von Ulrich Engel

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Ein Gespräch mit dem Medienethiker Alexander Filipović: „Als moralische Autorität eine größere Fallhöhe“

Das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und den säkularen Medien wird immer wieder von wechselseitigen Vorwürfen und Missverständnissen belastet. Woran dies liegt, was die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit effizienter machen könnte und welche Ausrichtung das kirchliche Medienengagement selbst künftig haben soll, darüber sprachen wir mit dem Münchner Medienethiker Alexander Filipović. Die Fragen stellte Alexander Foitzik. Von Alexander Filipovic

Alle Artikel Herder Korrespondenz 2/2015
Herder Korrespondenz 69. Jahrgang (2015), Heft 1

Heft 1/2015

54Seiten

Seiten 1-54

Artikel aus diesem Heft

0 Kommentare

Leitartikel: Das „C“ ist nicht mehr Mainstream

Veränderungen in der religiösen Landschaft Deutschlands betreffen die CDU (und die CSU) in einer Weise wie sonst keine andere Partei. Das liegt am Namen, aber nicht nur; vielmehr berühren diese Veränderungen auch ihren Gründungsimpetus, ihre innere Verfasstheit und ihre Funktionsmechanismen. Dass sich die Voraussetzungen, nach denen die Union in den zurückliegenden fast 70 Jahren ihrer Geschichte getickt haben, sich massiv verändert haben, das hat die Partei im vollen Umfang noch nicht begriffen. Doch wenn sich die Kanzlerinnen-Partei nicht stärker mit ihren Grundlagen befasst, ihr diskursives Defizit bearbeitet und hin und wieder die Komfortzone vermeintlicher Alternativlosigkeiten verlässt, werden andere möglicherweise in unliebsamer Weise in die Lücke stoßen. Von Volker Resing

Zur Zukunft einer transparenten Vermögensverwaltung der katholischen Kirche: Aus der Krise lernen 2 Kommentare

Zur Zukunft einer transparenten Vermögensverwaltung der katholischen Kirche: Aus der Krise lernen

Letztlich überzeugt die Kirche nicht durch ihren Reichtum, sondern durch das, was sie mit dem Vermögen für die Menschen selbstlos tut. Hier ist durch die Limburger Geschehnisse viel über Jahrzehnte erworbenes Vertrauen verspielt worden. Diesen Kollateralschaden aufzufangen, wird lange Zeit und Atem brauchen. Vielleicht ist es aber auch ein heilsamer Schock, der die Kirchen freier werden lässt, offen und ehrlich über ihr tatsächliches Vermögen zu informieren. Was aber hieße das im Einzelnen? Von Thomas Schüller

Aiman A. Mazyek besucht die Brandstätte auf der Baustelle der Mevlana-Moschee in Berlin. 0 Kommentare

Ein Gespräch mit dem ZMD-Vorsitzenden Aiman Mazyek zum Thema Religion und Gewalt: „Differenzierter diskutieren“

In den vergangenen Monaten wurde wegen der Vorgänge im Nahen Osten auch hierzulande wieder heftiger über den Islam diskutiert. Was können die Muslime in dieser Situation tun? Wie berechtigt sind die Vorwürfe, der Islam habe ein ungeklärtes Verhältnis zum Thema Gewalt? Und wie ist mit der Radikalisierung einzelner junger Muslime umzugehen? Darüber sprachen wir mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Die Fragen stellte Stefan Orth. Von Aiman Mazyek

Alle Artikel Herder Korrespondenz 1/2015
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