Ich habe zum ersten Mal einen eigenen Text wiedergelesen, den ich am 19. September 1976, als die Herder-Korrespondenz 30 Jahre alt war, hier in Freiburg vorgetragen habe. Er ist dann ja auch in der „HK“ erschienen (vgl. HK, Oktober 1976, 485 ff.). Damals hatte ich mich sehr mit den Anfängen und ihren Motiven beschäftigt. Ich werde kaum etwas davon wiederholen. Aber ich bin heute noch beeindruckt, wie das ganze Konzept der HK im Zusammenhang steht, einerseits mit älteren Ideen während des Krieges und anderseits mit der Situation nach 1945.

Der Verleger Theophil Herder-Dorneich verfolgte jahrelang den Plan, ein „universales Mitteilungsblatt“ für die Lage der Kirche und ihre Situation in dieser Zeit zu schaffen. Mitten in den schlimmsten Wirren des Krieges, am 2. Januar 1942, erschien eine 16-seitige Probenummer „Orbis Catholicus“ im Zeitungsformat. Dies war ja auch noch lange der Untertitel für die HK. Der damalige Plan konnte nicht verwirklicht werden. Aber mit derselben Vitalität und Unbeirrbarkeit des Geistes wie inmitten des Krieges hat der Verlag nach dem Zusammenbruch aus eigenen Kräften die ursprüngliche Idee wieder zum Leben gebracht.

Im Einführungsartikel des ersten Heftes vom September 1946 wird die Situation durch den Herausgeber Karlheinz Schmidthüs in ungewöhnlich hellsichtiger Form zur Sprache gebracht. Die neue Zeitschrift sollte mithelfen, durch Information und Kommunikation wieder Verbindung mit der katholischen Welt zu gewinnen. Franz Greiner schrieb in der „Herder-Zeitung“ 1961 (23): „Wir wissen nicht, was in dieser Zeit (während des Krieges in der Nazi-Zeit) um uns herum an geistigen Bewegungen aufgebrochen ist und welche Entwicklungen eingeschlagen wurden. Wir müssen das aber wissen, wenn wir die Schäden von Krieg und Nazizeit überwinden und uns international wieder integrieren wollen.“

Von Anfang an ein hohes ökumenisches Interesse

Heute darf man wohl sagen, dass dieses Konzept über Jahrzehnte bis heute hervorragend gelungen ist. Dabei ging es nie nur um „kirchliche Nachrichten“, vielmehr sollten den Christen alle erreichbaren Informationen und „Materialien“ zur Verfügung gestellt werden, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgabe in dieser Welt kennen mussten. Hervorragende Redakteure und vor allem Chefredakteure haben dies gemeinsam mit dem Verlag erreicht.

Die außergewöhnliche Konzilsberichterstattung brachte zum Beispiel bis zum September 1966 einen Höhepunkt des Erfolgs mit 14 500 verkauften Heften. Es gab in dieser Zeit auch eine englische Ausgabe, die bereits im zweiten Jahr 13 000 Abonnenten aus 90 Ländern hatte, aber leider 1969 wieder eingestellt werden musste. Wiederum darf ich Franz Greiner an­führen: „Was sie (die HK) aktuell interessant macht, ist die Nachricht, was ihr bleibenden Wert verleiht, ist das Dokument.“ (Herder-Zeitung 1961, 23) Von Anfang an herrschte auch ein hohes ökumenisches Interesse vor, ohne die Verwurzelung in der katholischen Welt zu vermindern. Insgesamt sind diese Jahrgänge geradezu ein Archiv der zeitgenössischen Geschichte der Kirche.

Es ist mir natürlich verwehrt, im Einzelnen besonders auch die Chefredakteure zu würdigen. Dies wäre jedoch eine lohnende Arbeit. Ich wende mich nun unmittelbar Ulrich Ruh zu. Er trat zum 1. April 1979 – David Andreas Seeber hatte die Leitung – in die Redaktion ein, wurde nach 12 Jahren am 1. Mai 1991 Chefredakteur, sodass er über 35 Jahre, also mehr als die Hälfte der Lebenszeit der HK, mit dieser Monatsschrift und dem Verlag verbunden ist.

Ulrich Ruh als Glücksfall für die Herder Korrespondenz

Ulrich Ruh ist am 2. Oktober 1950 in Elzach im Schwarzwald geboren. Er ist seiner Heimat bis heute vielfach treu geblieben. Ich kenne ihn seit Oktober 1972 und bat ihn nach dem Staatsexamen in Theologie und Germanistik – übrigens mit der seltenen Note „sehr gut“ – die Assistentenstelle am Dogmatischen Seminar zum 1. Juni 1974 zu übernehmen. Er war als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zuständig für die Ökumenische Abteilung, die ich nach meinem Wechsel nach Freiburg dort aufbauen konnte. Aber Ulrich Ruh fiel mir immer mehr durch von ihm verantwortete Proseminare auf, durch die Studienberatung und viele andere Unterstützungen.

Ulrich Ruh hat alle diese Aufgaben spontan und bereitwillig angenommen, sie rasch und gründlich erledigt, wobei seine Schnelligkeit und Zuverlässigkeit – eine seltene Einheit – in besonderer Weise herausragend waren. Er hatte ein großes Einfühlungsvermögen in neue Fragestellungen und ein sehr scharfsinniges Urteilsvermögen.

In einem Gutachten an den Verleger Hermann Herder vor seiner Einstellung habe ich damals geschrieben: „Herr Ruh zählt zweifellos zu den ganz wenigen Spitzenbegabungen, die ich im Laufe meiner akademischen Lehrtätigkeit kennenlernen konnte.“ Ulrich Ruh wollte dennoch nicht eine akademische Laufbahn beschreiten, sondern hat das überaus attraktive Angebot übernommen, zum 1. April 1979 in die Redaktion der HK einzutreten. Einige Zeit habe ich dies bedauert, dann aber bald gesehen, dass die Arbeit für die HK und Ruhs Begabung sehr gut zueinanderpassten.

In der Zwischenzeit war auch seine Dissertation „Säkularisierung als Interpretationskategorie zur Bedeutung des christlichen Erbes in der modernen Geistesgeschichte“ sehr erfolgreich abgeschlossen und 1980 in der Reihe Freiburger theologische Studien als Band 119, auch im Herder-Verlag, erschienen. Diese Arbeit hat in vieler Hinsicht die herausragende Begabung von Ulrich Ruh bekräftigt. Er hat in den folgenden Jahrzehnten bis heute viele eigene Artikel zum Phänomen der Säkularisierung geschrieben und insgesamt einen großen Beitrag zur Klärung dieser vieldeutigen und deshalb auch leicht missbrauchbaren Kategorie geleistet. So wird die Studie nach fast 35 Jahren noch sehr häufig zitiert.

Man darf auch nicht vergessen, dass Ulrich Ruh neben den zahlreichen Artikeln in der HK in unterschiedlichen Funktionen rund zehn Bücher als Autor oder Herausgeber betreut hat und etwa 60 Artikel veröffentlicht hat, zumal in einer großen thematischen Breite. Schließlich sei auch erwähnt, dass Ulrich Ruh eine Reihe wichtiger Bücher aus der niederländischen, spanischen, französischen, englisch-amerikanischen und italienischen Sprache übersetzt hat. Andere Sprachkenntnisse kommen hinzu – vielleicht auch bald Arabisch.

Weltweites Interesse und Heimatverbundenheit

Ulrich Ruh ist aber gerade deshalb für die Zielsetzung der HK ein Glücksfall, weil er bei allem weltweiten Interesse – und Ulrich Ruh ist ein Genie der Neugierde – immer in seiner Heimat im Schwarzwald und besonders in Elzach verwurzelt blieb. Dies fängt an bei seiner Mitwirkung und Pflege der berühmten Elzacher Fastnacht. Es zeigt sich aber auch in der jahrzehntelangen Tätigkeit als Organist seiner Heimatgemeinde und in seinem Einsatz für das Bildungswerk. Auch im Erzbistum Freiburg ist er ein aktives, lebendiges Mitglied im Diözesanrat.

So hat Ulrich Ruh immer wieder höchstes Interesse an weltumspannenden Ereignissen gehabt, auch an gesellschaftlichen und geschichtlichen Bewegungen in kleinen Ländern unserer Erde, aber dies immer mit einer Rückversicherung zu Hause und einem Test des geerdeten Mitchristen in der konkreten Situation vor Ort. Er hat sich deshalb auch so gut wie nie durch abstrakte Ideen bezaubern lassen. In dieser Hinsicht ist er auf hohem Niveau und mit einem klugen Urteilsvermögen ein echter Schwarzwälder Bub geblieben. So ist auch heute noch lesenswert, was Ulrich Ruh zum 50-jährigen Jubiläum der Herder-Korrespondenz im September 1996 geschrieben hat (vgl. HK, September 1996, 433 ff.).

Das ursprüngliche Profil der HK bewahrt und zugleich fortentwickelt

Wie hat Ulrich Ruh in diesen 35 Jahren die Herder-Korrespondenz geprägt? Solche Fragen bekommt man öfter gestellt, wenn man eine Verantwortung ausübt oder ausgeübt hat. Ich denke, dass es zwar für viele eine enttäuschende, aber am Ende eben doch goldrichtige Antwort ist, wenn man sagt: Er hat bei allem Wandel in diesen Jahrzehnten und den notwendigen Anpassungen das ursprüngliche Profil der HK bewahrt und zugleich fortentwickelt. In diesem Sinne gibt es bei aller Geistesgegenwart in den verschiedenen Jahrzehnten eine erstaunliche Kontinuität. Ich sehe dies vor allem unter folgenden Perspektiven:

Ulrich Ruh hat die europaweite und weltweite Perspektive der HK auf die katholische Kirche hin beibehalten und gesteigert. Ich weiß kein Organ im deutschen Sprachgebiet, das so regelmäßig, ausgewogen und einfühlsam über die Kirche in anderen Ländern berichtet hätte. Ich denke nicht nur an die großen Länder Italien, Frankreich, Spanien oder Polen, sondern eben auch an Kroatien, Ungarn oder Portugal.

Ulrich Ruh hat dies in seiner Zeit als Chefredakteur sogar noch gesteigert. Ermöglicht wurde dies auch durch seine reichen Kontakte zu Kollegen anderer Länder, was natürlich durch seine sprachliche Kompetenz in ganz besonderer Weise erreicht werden konnte. Die Tendenz zeigt sich auch darin, dass man nicht nur mehr über die Situation in anderen Ländern geschrieben hat, sondern auch Beiträge von Autoren aus diesen Ländern direkt übersetzt hat. Dies hat die europäische und weltweite Dimension der katholischen Kirche immer wieder neu in das Blickfeld gebracht.

Dies gilt ganz besonders auch für die weltweite Perspektive. In diesem Sinne hat die HK nach dem Konzil der Kirche und ihren Mitgliedern geholfen, wirklich in der Weltkirche zu leben und sich für viele Entwicklungen anderer Kontinente zu öffnen. Deshalb gab es immer auch eine gute Berichterstattung, zum Beispiel über außereuropäische Bischofskonferenzen, die Tätigkeit der Bischöflichen Werke oder die Bischofssynoden. Dies geschah mit Takt bei der Gratwanderung zwischen einem möglichst vorurteilsfreien Dialog und einer unzulässigen Einmischung.

Informationen selektieren, aufbereiten und in größere Zusammenhänge stellen

Jedenfalls hat die HK außerordentlich dazu geholfen, den immer noch vorherrschenden kirchlichen Provinzialismus aufzubrechen. Dass dies im Blick auf die Kirchen manchmal besonders in Europa und auch innerhalb der Europäischen Union schwierig war, ändert nichts an dem hohen Verdienst, über den eigenen Kirchturm hinauszusehen und hinauszudenken. Ein wohlwollendes, aber auch kritisches Augenmerk richtete sich stets auch auf die Europäische Union.

Ich habe schon erwähnt, dass die Ökumene bereits an der Wiege der HK eine ganz wichtige Rolle spielte. Ulrich Ruh hat in beständiger Weise dieses Profil durchgehalten. Es ist gewiss immer schwieriger geworden, das große Netz an zwischenkirchlichen Vereinbarungen, Gesprächen und Kontakten zu verfolgen. Selbst für Fachleute ist dies manchmal recht mühsam. Dies gilt für alle Ebenen, die orthodoxen Kirchen, die in der HK immer schon eine eigene Rücksicht erfahren haben, die vielfältigen reformatorischen Gemeinschaften, aber auch die ökumenischen Beziehungen der katholischen Kirche selbst. Dabei wurden Spannungen und Sperren nicht verschwiegen.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte ist auch das Gespräch mit den nichtchristlichen Religionen immer wichtiger geworden, nicht zuletzt durch die intensive Globalisierung und die weltweite Mobilität. Aber es blieb bei der HK nicht bei relativ oberflächlichen Beschreibungen religiöser Phänomene, sondern die konkreten Äußerungen von Religion wurden immer wieder auf ihre Hintergründe befragt, so besonders auch im Blick auf den Islam. Die Ambivalenzen des neuen Interesses für Religion bis in die Politik hinein wurden aufmerksam verfolgt. Dabei geschah dies immer auch aus einer selbstbewussten katholischen Überzeugung, die die eigene Herkunft und Praxis nicht billig herabsetzt oder gar verkauft.

Die HK hat in diesen Jahrzehnten aber auch die Entwicklung der modernen Gesellschaften kritisch und solidarisch verfolgt. Sie hat sich mit den üblichen Schlagworten „Konsumismus“, „Hedonismus“, mit Kennzeichnungen wie „säkularisiert“, „postmodern“ usw. nicht begnügt. Die Bewältigung eines erneuten Modernisierungsschubs mit den vielfältigen Folgen für die Alltagswelt und die sozialen Sicherungssysteme wurden nüchtern zur Kenntnis genommen und analysiert. Tendenzen zur Zerstreuung und Flucht aus der Wirklichkeit wurden nicht geleugnet.

Man wollte aber auch nicht verzichten auf eine stärkere Betonung von positiven Veränderungen, wie zum Beispiel das Wachsen des ökologischen Bewusstseins, die Förderung des Gemeinsinns. Zum 50-jährigen Jubiläum der HK schreibt Ruh dazu selbst: „Die Kirchen versuchen, ihren Beitrag zur allgemeinen Orientierung zu leisten, stehen sich dabei aber gelegentlich selber im Weg oder werden in ihrer Kompetenz von außen angezweifelt“ (434).

Für einen sachgerechten Umgang mit einer plural werdenden Welt

Diese Informationsflut ist aber in der HK nicht einfach bloß zur Kenntnis genommen und ausgebreitet worden. Dies ist auch wenigstens im Blick auf die Kenntnis davon gar nicht notwendig. Die Masse der Informationen wird vermutlich sogar noch wachsen. „Aber gerade deshalb müssen Informationen selektiert, aufbereitet, miteinander verknüpft und in größere Zusammenhänge gestellt werden“ (Ruh, 435). Deshalb gehören auch Information und Analyse eng zusammen. Beide sind unentbehrlich und helfen ganz besonders dem zeit- und sachgerechten Umgang des Christen von heute mit einer immer mehr plural werdenden Welt. Diese Einheit von Information und Analyse ist ein Markenzeichen der HK und unterscheidet sie von anderen Zeitschriften, die wiederum ihre eigenen Ziele haben.

Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, besonders nach dem Konzil, ist auch dadurch geprägt, dass die eine Kirche immer wieder in Gefahr geriet, sich in Gruppen und Grüppchen aufzulösen, in Lager zu verfallen, den Dialog untereinander zu verlieren beziehungsweise gering zu achten, jedenfalls sich in sich selbst einzuigeln und oft einfach auch der Nabelschau zu verfallen. Ulrich Ruh ist ein viel zu nüchterner Beobachter der Zeit und überzeugter Katholik, um nicht bloß diese Entwicklung zu registrieren, sondern ihr auch entgegenzutreten.

Fast klingt mir dies wie das journalistische Credo von Ulrich Ruh, wenn er anlässlich des 50-jährigen Jubiläums schreibt: „Im Gegenzug dazu ist es wichtig, immer wieder an gemeinsame Grundlagen und Ziele zu erinnern, divergierende Positionen miteinander im Gespräch zu halten – nicht in der Haltung eines Oberschiedsrichters, der nach rechts und links Zensuren erteilt, sondern aus der Sorge um die Einheit der Kirche und um die Kraft ihres Zeugnisses unter für sie zweifellos schwierigen, aber ganz und gar nicht hoffnungslosen gesellschaftlichen und religiösen Verhältnissen.“ In diesem Sinne ist die HK ein wirklich unabhängiges und zugleich katholisches Organ geworden und geblieben.

Verwurzelt im Katholischen, ökumenisch offen, sensibel für die aktuelle religiöse Gemengelage

In diesem Sinne möchte die Herder Korrespondenz in ihrer Berichterstattung und Kommentierung unmissverständliche Verwurzelung im Katholischen mit ökumenischer Offenheit und Sensibilität für die religiös-weltanschauliche Gemengelage der Gegenwart verbinden. Ulrich Ruh: „Loyalität zur Kirche schließt im Übrigen Kritik an kirchenamtlichen Verlautbarungen, Verhaltensweisen und Entscheidungen von Fall zu Fall nicht aus, sondern recht verstanden gerade ein. Natürlich ist dabei vorausgesetzt, dass solche Kritik nicht Ressentiments entspringt, sondern inhaltlich und methodisch begründet werden kann. Hier jeweils das rechte Maß und das treffende Wort zu finden ist zugegebenermaßen nicht leicht. Aber eine Kirche, die über sich immer nur Positives und Schönes hören möchte, und reale Probleme mit frommer Rhetorik verdrängt, tut sich und ihrem Auftrag letztlich keinen Gefallen.“ Dies zeugt von einer tiefen Bereitschaft zum Dienst als Brückenbauer.

Damit sind wir auch in der Gegenwart angelangt. Ich möchte Herrn Chefredakteur Ulrich Ruh in voller Überzeugung und von ganzem Herzen für seine 35-jährige Tätigkeit danken. Ich beziehe dabei auch alle ein, die in dieser Zeit mit ihm zusammengearbeitet haben, zuletzt Alexander Foitzik und Stefan Orth, einschließlich aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich möchte Dir, lieber Ulrich, sehr herzlich danken im Namen der Kirche, auch wenn ich keinen offiziellen Auftrag habe. Du warst ein unabhängiger Journalist, gerade aber darum für uns ein unentbehrlicher, jederzeit verlässlicher Ratgeber. Ich denke, dass Du dies in Zukunft noch mehr sein kannst und sein wirst. Viele schätzen Dein unbestechliches Wort und – wenn es nötig ist – auch Deine Streitlust.

Dem neuen Chefredakteur, Herrn Volker Resing, und der verbleibenden Redaktion in Freiburg wünsche ich weiterhin ein gutes Gelingen. Dir, lieber Ulrich, wünsche ich nicht minder Gottes Segen für Leib und Seele im neuen Lebensabschnitt, vor allem aber sage ich Dir nochmals ein herzliches „Vergelt’s Gott“.

Liebe Leserinnen und Leser der Herder Korrespondenz,

das Oktoberheft 2014 ist die letzte Monatsausgabe der Herder Korrespondenz, die unter meiner Verantwortung erscheint. Zum 30. September scheide ich aus dem Amt des Chefredakteurs, das ich seit Mai 1991 innehaben durfte. Insgesamt war ich 35 Jahre in der Redaktion der ­Herder Korrespondenz tätig.

Der Abschied von der Redaktionsleitung gibt mir Anlass, Dank zu sagen: Dem aktuellen Redaktionsteam wie den ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Redaktion, den vielen Autorinnen und ­Autoren und nicht zuletzt Ihnen, den Leserinnen und Lesern unserer Zeitschrift, gleich wie lange Sie schon dabei sind. Für Sie machen wir die Herder Korrespondenz, für Sie investieren wir Monat für Monat viel Sorgfalt und Phantasie in Planung und inhaltliche Gestaltung jedes Heftes. Sie tragen durch Ihre Reaktionen, seien sie zustimmend oder auch kritisch, dazu bei, das Produkt „HK“ zu optimieren.

Ich wünsche meinem Nachfolger Volker Resing eine glückliche Hand bei der Leitung der Redaktion und der Herder Korrespondenz eine gute Entwicklung. Mögen Sie auch weiterhin Freude an unserer Zeitschrift haben!

Mit allen guten Wünschen und herzlichen Grüßen

Ihr Ulrich Ruh